Die Kunst der Pause

Dr. Iris Brahms

Vortrag anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst der Pause“. Gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung.
Ort: Stiftersaal im Wallraf

 

Zu den Randerscheinungen der zeichnerischen Praxis gehört das Abpausen bereits vorhandener Zeichnungen oder Entwürfen mit Hilfe eines durchsichtig gemachten Papiers. Einziger Zweck solcher Pausen liegt in der Übertragung von Kompositionen auf einen anderen Bildträger.  Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Pause von den Künstlern dann auch zur Weiterentwicklung von Bildkompositionen verwendet. Aber auch bei der Vorbereitung von Reproduktionsstichen nach bedeutenden Gemälden fiel der Pause eine neue, die Zeichenvorlage korrigierende Aufgabe zu. Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen und Aufgaben der Pause vom 15. bis ins 19. Jahrhundert und führt zugleich die besondere Virulenz des Ab- und Durchpausens als künstlerisches Verfahren vor Augen.
Dr. Iris Brahms ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der FU Berlin sowie Mitkuratorin der Ausstellung „Die Kunst der Pause“.

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