Freundlich. Schicksal und Utopie

Kunst+Kind - mit Baby ins Museum Ludwig

Bei der Anmeldung bitte nur die Anzahl der Erwachsenen angeben, nicht die Babys.

mit Katja Zakharova

Der deutsche Maler und Bildhauer Otto Freundlich war einer der ersten und originellsten Abstrakten des 20. Jahrhunderts und dennoch kennen die wenigsten sein Werk.

Nach den Studien- und Ausbildungsjahren in Berlin findet Freundlich ab 1908 schnell Anschluss an die avantgardistischen Künstlerkreise in Paris.

Persönliche Bekanntschaft, oft auch Freundschaft verband ihn mit den führenden Künstlern fast aller Strömungen der Avantgarde. Im fruchtbaren Austausch mit den Expressionisten, Kubisten und Dadaisten entwickelt Freundlich jedoch seinen ganz eigenen Stil. Neben zahlreichen Gemälden, Glasfenstern und Skulpturen entstehen kunsttheoretische Schriften.

Seine Vorstellung von der Welt und dem Kosmos als Einheit, in der das Kollektiv und nicht das Individuum die wichtigste Rolle übernehmen soll, hat sich in seinen Kunstwerken manifestiert.

Doch ein beachtlicher Teil davon soll später, von den Nationalsozialisten als „entartet“ deklariert, aus den Museen entfernt und vernichtet werden. Zusammen mit der Kunst wird am Ende auch das Leben von Otto Freundlich zerstört, der nach der Denunziation als Jude 1943 in einem Vernichtungslager ermordet wird.

Was bleibt von diesem Künstler, der oft als Utopist bezeichnet wurde, heute noch? Können wir in seinem Werk Anregungen für unseren Alltag finden? Diesen und anderen Fragen können wir gerne in der Führung gemeinsam nachgehen.

 

KUNST+ KIND bietet jungen Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr die Gelegenheit an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat um 11:00 Uhr den Babyalltag für 45 Minuten hinter sich zu lassen!
In themenbezogenen Museumsführungen stellen Kunstkenner abwechselnd die Highlights des Museum Ludwig und des Wallraf-Richartz-Museums vor.
Das Beste daran: Das Baby ist einfach mit dabei!
Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich bei einem Kaffee über das Erlebte auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Besonders kunsthungrige Eltern können anschliessend mit ihrem Tagesticket das Museum weiter erkunden.

KUNST+KIND wird gefördert durch die QSC AG!