Gijsbrechts + Illusion. Der falsche Brief

KUNST+PAUSE im Wallraf

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Mit Antonia Güthoff

Wenn auch nicht viel über seine Biographie bekannt ist, so zählt der flämische Maler Cornelis Gijsbrechts doch zu einem der wichtigsten Trompe-l’œil (frz. Täusche das Auge) -Maler des 17. Jahrhunderts.

Vermutlich in Antwerpen geboren, findet er sich im Laufe seines Lebens am dänischen Königshof wieder, wo er zunächst für Frederik III und anschließend für Christian V. tätig ist. Hier entstehen seine mitunter wichtigsten Werke für die Wunderkammer der dänischen Könige. Er ist ein Meister des Stilllebens und malt Briefe, Malutensilien und andere Alltagsgegenstände in illusionistischer Manier.

Als Topos bereits schon in der Antike verhandelt, erlebt die Sinnestäuschung im 17. Jahrhundert Konjunktur. Diese Lust am Spiel mit Abbild und Wirklichkeit, Schein und Sein bestimmt die Bildwelten von Cornelis Gijsbrechts.

Wie viel die unaufgeregten Darstellungen von Steckbrettern und Jagdtrophäen sowie ihr häufiger Ausstellungsort, die Wunderkammer, über Vorstellungen von Optik, Perspektive, dem „Bild“ und die Organisation von Wissen verraten, soll in der Führung aufgezeigt werden.