Hittorffs Punkt – Die Place de la Concorde und die Spaziergangswissenschaft

Volker Zander

Vortrag anlässlich der Ausstellung „Paris erwacht!“. Gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung.
Ort: Stiftersaal im Wallraf

Wie lässt sich eine von Unordnung bedrohte Ordnung als Stabilität darstellen? Dieser Frage musste sich der in Köln geborene Architekt Hittorff stellen, als er in den frühen 1830er Jahren den Auftrag erhielt, die Place de la Concorde neu zu gestalten. Das Design des ehemals königlichen, jetzt öffentlichen Platzes, der ursprünglich vor den Toren von Paris lag, muss Geschichte (Guillotine), Gegenwart (bürgerliche Verfassung) und Zukunft (Industrialisierung/Beschleunigung) in einem Punkt mit einander verbinden.
Volker Zander, Musiker, Stadtplaner und Kurator der Ausstellung „Paris erwacht!“, wird Hittorffs Obelisken von Luxor spaziergangswissenschaftlich in den Blick nehmen. Die Spaziergangswissenschaft, die in den 1980er Jahren vom Schweizer Stadtsoziologen Lucius Burckhardt in Kassel entwickelt wurde, verbindet ästhetische Raum-, Wahrnehmungs- und Kulturtheorien miteinander.