Kriegsdarstellungen in Historie und Gegenwart oder – das Kunstwerk im Zeitalter seiner terroristischen Reproduzierbarkeit

Sebastian Baden

Vortrag anlässlich der Ausstellung „1917. In Erinnerung an Luise Straus-Ernst“. Gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung.
Ort: Stiftersaal im Wallraf

 

Im Laufe der Geschichte wurden Kriege von epischen und visuellen Darstellungen überliefert. Ob Heldenepos oder Historienbild, von der Schlachtenmalerei zum „embedded journalism“ weist die Bildgeschichte einen aufschlussreichen Wandel der Medien und Formen der Kriegsberichterstattung auf. Der Vortrag nimmt diese Ikonografie der Kriegsdarstellung auf, die im Fokus der Ausstellung „1917 – In Erinnerung an Luise Straus-Ernst“ steht, und erweitert den Blick auf die Gegenwart. Welche aktuellen Formen der Kriegsreportage und der terroristischen Bildproduktion können mit Hilfe kunsthistorischer Methodik differenziert und interpretiert werden? Dieser Frage soll anhand einschlägiger Beispiele aus zeitgenössischer Kunst und internationaler Presseschau nachgegangen werden.
Sebastian Baden ist Kurator für zeitgenössische Kunst/Skulptur an der Kunsthalle Mannheim.