Kunst trifft Uni

Mit Nathalie Voßkamp im Wallraf

Die Darstellungen der Native Americans im 18. und 19. Jahrhundert reichen von der Aneignung ihrer Symbole und Identitäten bis zur Verwestlichung und Verklärung der als indigen vorgestellten Charaktermerkmale. Strenge, Kraft und Anmut, die sublime beauty der Native Americans, stiegen zu prägenden Motiven der Präsentation indigener Gruppierungen auf.

Wie lässt sich diese Aneignung und Bewunderung vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen, der systematischen Verdrängung und Ermordung der Native Americans, verstehen? Inwiefern trugen die Darstellungen und die damit verknüpften Eindrücke indigener Gruppierungen zur Schaffung eines nationalen Bewusstseins und einer ‚amerikanischen Identität‘ bei? Welche Rolle wurde den Native Americans dadurch im Prozess der Selbstvergewisserung und Vorstellung der US-amerikanischen Nation zugewiesen?

Diesen Fragen wollen wir nachspüren und einen Einblick erhalten in die künstlerische Konstruktion und Interpretation indigener Identitäten. Diese können als Spiegel gesellschaftlicher Formationsprozesse angesehen werden.

Freut Euch auf einen spannenden Besuch in der großen Sonderausstellung „Es war einmal in Amerika“ mit der Nordamerikahistorikerin Nathalie Voßkamp von der Uni Köln!

 

Die Führung selbst ist kostenlos, der normale Museumseintritt muss, sofern keine Mitgliedschaft bei den Museumsfreunden abgeschlossen wurde (ggf. mit individuell geltenden Vergünstigungen) entrichtet werden.
Eine Mitgliedschaft kann jedoch auch spontan vor der Führung noch abgeschlossen werden, ist dann ab sofort gültig und ermöglicht den kostenlosen Eintritt in die ständige Sammlung und alle Sonderausstellungen des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig.

Eine Teilnahmebestätigung wird ca. eine Woche vor der Veranstaltung versendet.