Kunstspäti

Makellos schön?

Werbefotos vermitteln uns das Bild einer makellosen, perfekten Welt. Diese inszenierten Aufnahmen sollen den Eindruck von Authentizität und Spontaneität vermitteln. Wie geht das zusammen? Mit diesem Paradox beschäftigt sich die Fotografin, Videokünstlerin und Filmemacherin Fiona Tan (*1966 in Pekanbaru / Indonesien, lebt in Amsterdam). Bei unserem nächsten Kunstspäti im Museum Ludwig möchten wir uns genauer mit der von Tan geplanten Sonderausstellung GAAF (niederländisch für „sauber“ oder „makellos“) auseinandersetzen und uns die makellos schönen (?) Bildwelten im Museum näher ansehen.

Ausgangspunkt der Ausstellung GAAF ist das Agfacolor Werbearchiv, welches nahezu vergessen seit vierzig Jahren im Depot des Archivs des Museum Ludwig schlummerte. Fiona Tan hat sich durch das Archiv gearbeitet und holt diese Bilder das erste Mal in einen Ausstellungsraum. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Internationalen Photoszene Köln unter dem Motto „Artist Meets Archive“.
Neben der Sonderausstellung werden wir uns auch in der Sammlung des Museum Ludwig umschauen und uns damit beschäftigen, wie Werbung und die Darstellung von Realität in Kunstströmungen wie zum Beispiel der Pop Art behandelt wurden.

Außerdem zu Gast: Das CityLeaks Urban Art Festival, vertreten durch Margrit Miebach (Festivalleitung) und Georg Barringhaus (Künstlerische Leitung). Wir freuen uns auf ein Gespräch über Kunst im urbanen Raum und Einblicke hinter die schönen und weniger schönen Fassaden in Köln.

Genauere Infos zum Programm folgen in Kürze.

 

Was ist der Kunstspäti?
Seit Oktober 2015 bieten jungekunstfreunde und job&kunstfreunde ein Veranstaltungsformat an, welches unseren Gästen ermöglicht, die Häuser auch nach den regulären Öffnungszeiten zu besuchen. Zweimal im Quartal, jeweils am dritten Donnerstag des Monats, bespielen wir abwechselnd das Wallraf-Richartz-Museum oder das Museum Ludwig von 18:30-21:30 Uhr mit Programm (Öffnung des Museums 18-22 Uhr).
Welches Programm? Bei unseren Kunstspätis bieten wir vier bis fünf Führungen von 30 oder 60 Minuten und ein Couchgespräch im Foyer an. Bisher u.a. mit: Dr. Marcus Dekiert (Direktor Wallraf), Prof. Grohé (Uni Köln), Galerist Christian Nagel, Iris Maczollek (Ausstellungsmanagement Museum Ludwig), Regisseurin Corinna Belz, Journalist Stefan Koldehoff, Videokünstler Marcel Odenbach u.v.m. Für Getränke und Musik wird gesorgt und ein alter Postwagen, umgestaltet zu einem partyesken Schrank mit Leuchtlichtern, dient als Erkennungszeichen und Infostand.

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