Installationsansicht Mapping the CollectionMuseum Ludwig, Köln 2020Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln / Nina Siefke

Kunstspäti: Canonical Silence

Ein anderer Blick auf die Sammlung des Museum Ludwig

Von welchen Erzählungen, Entwicklungen und Ereignissen ist unser eigenes Verständnis von Kunst geprägt? Inwiefern reproduzieren wir, aber auch die Institution des Museums die altbekannten Narrative immer wieder aufs Neue? Es gibt mehrere, Wege sich einem Kunstwerk und seiner Geschichte zu nähern und es ist und bleibt wichtig, stetig neue Perspektiven beim Blick auf dieses einzunehmen.

An dieser Stelle setzt die Sonderausstellung „Mapping the Collection“ des Museum Ludwig an. „Mapping the Collection” setzt sich zum Ziel, die eigene Sammlung zu reflektieren und zu erweitern und so den (kunst-)historischen Kanon und die eigene Definitionsmacht zu hinterfragen. Zu diesem Zweck nimmt sie die zwei wohl einflussreichsten Jahrzehnte in der US-amerikanischen (Kunst-)Geschichte neu in den Blick: Die 1960 und 1970er Jahre. Warum ausgerechnet diese Zeit? Die Sammlung des Museum Ludwig ist in diesen beiden Jahrzehnten nicht nur am stärksten, sondern gleichzeitig auch impulsgebend für die weitere Entwicklung von Gesellschaft und Politik in den Vereinigten Staaten. Unter Einbezug dieser Diskurse sollen die gezeigten Werke in ihrem politischen und sozialen Kontext neue Betrachtungsweisen eröffnen und postkoloniale, feministische oder queere Perspektiven zur Verhandlung stellen.

Wir öffnen die Ausstellung in der Tradition unseres Kunstspätis für Euch außerhalb der regulären Öffnungszeiten! Unser Späti beginnt diesmal jedoch nicht inmitten der Werke des Museum Ludwig, sondern in dessen Filmforum. Dort führt uns Janice Mitchell, die Kuratorin von „Mapping the Collection“, in einem kurzen Vortrag in die Ausstellung ein und steht uns danach für Fragen und Anmerkungen bereit.

Anschließend habt Ihr gruppenweise die Möglichkeit, auf eigene Faust die Sonderausstellung zu erkunden oder Euch bei kühlen Getränk an der frischen Luft über das Gesehene und Gehörte auszutauschen.
Aufgrund der momentanen Ausnahmesituationen kann unser Kunstspäti nur unter vorheriger Anmeldung/ vorab getätigtem Ticketkauf über rausgegangen besucht werden.

Für Mitglieder der FREUNDE ist das Ticket bei rausgegangen kostenlos.