Lassnig. Sanfte Gewalt

Kunst+Pause

mit Erich Witschke

Mit gerade einmal 22 Jahren radelt Maria Lassnig mit einer Zeichenmappe aus der Kärntner Provinz nach Wien und bewirbt sich an der Kunstakademie. Das war im Jahr 1941. Inzwischen wird die  Österreicherin zu den international wichtigsten Künstlerinnen gezählt. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Körpergefühlsbilder, mit denen sie körperliche Empfindungen in die Malerei übertrug. Schonungslos in ihrer Selbstbeobachtung, auch im hohen Alter noch, hat sie psychische Stimmungen in surrealen Körperfigurationen mittels pastellen Farbtönen, bis hin zu giftigen Neofarben auf die Leinwand übertragen: Die teilweise verzerrte Form weiblicher Körperlichkeit soll auf den Zustand menschlicher Existenz hinweisen.

Trotz des früh erkannten Talents kommt Ihre Karriere erst spät in Gang, im Alter von 60 Jahren wird sie 1980 die erste Professorin an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und die Kunstwelt erkennt die singuläre Position von Maria Lassnig. Das Museum Ludwig zeigt drei zentrale Bilder der Künstlerin, die wir uns mit Erich Witschke ansehen werden.

 

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat stellen wir um 12:30 Uhr Highlights aus dem Museum Ludwig und dem Wallraf vor: Ein berühmter Künstler oder ein bekanntes Bild sorgen im Mix mit einem aktuellen Thema für 30 Minuten Tapetenwechsel. Also, einfach anmelden und eine kleine Auszeit vom Joballtag genießen! Im Anschluss gibt es dann noch eine leckere Lunchtüte.