Willem van Diest, Holländische Kriegsschiffe in küstennahem Gewässer, Ausschnitt, um 1650, Öl auf Holz, Privatsammlung

Poesie der See.

Niederländische Marinemalerei des Goldenen Zeitalters aus Privatbesitz

„Und da es in Holland viel Seefahrt gibt, begannen die Menschen Gefallen an diesen kleinen Schiffstücken zu finden“ – mit diesen lakonischen Worten beschrieb Karel van Mander in seinem berühmten Malerbuch von 1604 die Entstehung einer Gemäldegattung, die sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der beliebtesten und bestbezahlten Spezialgebiete der niederländischen Kunst entwickeln sollte: die Marinemalerei.

Eine feine, erstmals öffentlich ausgestellte Kollektion von niederländischen Hochsee-, Fluss- und Hafenlandschaften des 17. Jahrhunderts aus Kölner Privatbesitz fängt den poetischen Zauber dieser neuartigen Bildgattung ein. Ein hoher Himmel wölbt sich über dem niedrigen Horizont, blau-grau schimmert die von Wolken, Wasser, Wind und Wellen geschaffene Atmosphäre. Künstler wie Jan Porcellis, Pieter Mulier, Jan van Goyen oder Ludolf Backhuyzen versetzen die Besucherinnen und Besucher mit ihren Werken virtuos in die maritime Welt.