F. A. Oppenheim, Akropolis, Athen. Kapitael, 1853Salzpapier auf Karton, 14,7 x 22 cmMuseum Ludwig, KölnReproduktion: Rheinisches Bildarchiv Köln

*Verschoben* Stille Städte – Oppenheims Fotos jenseits der Griechenlandaufnahmen

Dr. Matthias Weniger

Vortrag anlässlich der Ausstellung
„Stille Ruinen. F. A. Oppenheim fotografiert die Antike“

Anhand neuer Quellen und Materialien wird Felix Alexander Oppenheims Album „Atheniensische Alterthümer“ (1854) im Kontext seines Gesamtschaffens betrachtet. Vor Griechenland hatte Oppenheim bereits mit dem Zeichenstift Nordafrika bereist, in Spanien fotografiert und Tagebuch geführt, nach-her folgten Exkursionen zu deutschen Städten. Im Vergleich wird sein Vorgehen sichtbar, denn schon in seinen Zeichnun-gen werden Grundvorstellungen fassbar, wie sie die späteren Fotografien prägen sollten. Das Fragment eines Tagebuchs der Spanienreise gibt Einblicke in die Denkweise Oppenheims. Dargestellt wird ferner, wie Oppenheim sein Werk vermarktete, und warum er lange in Vergessenheit geriet.

• Dr. Matthias Weniger ist Kunsthistoriker und Kurator am Bayerischen Nationalmuseum, wo er sich verstärkt Recherchen und Publikationen zur Kunst von Mittelalter bis Barock sowie zur Provenienz- und Sammlungsgeschichte widmet. Zu seinen vorherigen Stationen gehören die Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie die Staatliche Kunstsammlung Dresden – Gemäldegalerie Alte Meister.