Tizian, Tintoretto und die Etablierung einer „neuen Malerei“ in Venedig

Prof. Valeska von Rosen

Vortrag im Vorfeld der Ausstellung „Tintoretto“. Gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung.
Ort: Stiftersaal im Wallraf

 

Tizians konzeptuelle Innovationen in nahezu allen Bildgattungen waren es nicht allein, die seinen Erfolg in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert begründeten; mit ihnen einher ging eine bis dato wohl beispiellose Propagierung einer „neuen“ oder „modernen Malerei“ durch venezianische Literaten, die auf das heimische, das gesamt-italienische und sogar das europäische Publikum zielte. Der Vortrag möchte diese frühe Form einer Künstlerstilisierung samt ihrer diskursiven und künstlersozialgeschichtlichen  Voraussetzungen untersuchen und zeigen, welche Strategien der junge Tintoretto entwickelte, um sich in diesem Feld zu etablieren.
Valeska von Rosen ist Professorin für Kunstgeschichte der frühen Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum.