To be in flux

Kunst und Kultur am Ebertplatz

Der Ebertplatz ist im Prozess. Vor Allem die Entwicklungen der letzten Jahre haben ihn einem starken Wandel unterzogen. Auch die Projekt- und Ausstellungsräume am und um den Ebertplatz herum sind mit den Veränderungen in direkter Weise konfrontiert. Welche Rolle Kunst und Kultur hierbei spielen, wollen wir in unserer nächsten Sommer-Kulturspur gemeinsam entdecken.

Wir starten bei ≈ 5. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Ausstellungsraum auf nur 5,26 m³ inmitten der U-Bahn Unterführung des Ebertplatzes. Ehemals kommerziell genutzte Schaufenster werden hier von jungen Positionen zeitgenössischer Kunst bespielt. So können wir die in einer Installation arrangierten Skizzen des japanischen Malers Tenki Hiramatsu bewundern und uns mit dem Konzept der Kunst im öffentlichen Raum auseinandersetzten.

Weiter geht es zu Bruch & Dallas in den Ebertplatz Passagen. Der freie Projektraum wird ehrenamtlich und selbstverwaltet von Künstlern und Kunsthistorikern geführt. Die Mitglieder zeigen aktuelle, innovative und aufstrebende künstlerische Positionen, mit oftmals orts- und raumbezogenen Arbeiten, wie die Installation „Ausstrahlung“ von Anja Gerecke. Diese setzt sich künstlerisch mit der Architektur einer sechseckigen Öffnung in der Verkehrsinsel am Ebertplatz auseinander und enthüllt in ihr eine Schnittstelle zwischen hell und dunkel, zwischen oben und unten.

Abschließend lassen wir unsere Kulturspur in der Gemeinde Köln ausklingen. Hier entsteht mit Euphorie – Europäische Städte am Ebertplatz ein neuer, spannender Ort, welcher sich als Hybrid aus einem lebendigen und wandelbaren Kulturraum, einem Hangout-Spot und einem Café zum Austausch versteht. Euphorie entspricht dem Wunsch, den Ebertplatz als agilen, offenen und einladenden Ort zu verstehen, an welchem wir Kunst, Musik, Film, Literatur, Design und Handwerk der Stadt Lissabon begegnen werden.

 

Bild: (c) Hermes Villena, Ausstellung: Dingliu Yang – Hole

 

Kulturspur
Diese Veranstaltungsreihe von jungekunstfreunde nimmt sich einzelne Kölner Veedel vor. Auf mehreren Touren habt ihr die Gelegenheit die Hotspots nach thematischen Schwerpunkten zu erkunden. Wir wollen zeigen, was Köln jenseits der angestammten Museen und fest verankerten Musentempel noch zu bieten hat. Wo tummelt sich der künstlerische Nachwuchs? Wo entstehen die kreativen Projekträume und Netzwerke? Die 1 bis 2-stündigen Touren sollen diesen Fragen auf den Grund gehen.