Trockel. Leben heißt Strumpfhosen stricken

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mit Sabrina Kiener

‚Weben und Sticken, Nähen und Stricken? Das ist doch Heimarbeit und Frauenkram!’
Auch heute, im emanzipierten 21. Jahrhundert ist der kulturgeschichtlich belegte Zusammenhang von ‚Textilität und Weiblichkeit’ nur schwer abzustreifen.

Seit den 1980er Jahren, im Nachhall der Feminismus-Bewegung, die auch den männlich dominierten Kunstmarkt erfasste, hat sich eine Generation von Künstlerinnen eben jene Besetzung von ‚Textilität und Weiblichkeit’ als Klischee vorgenommen – nicht selten mit einer zuspitzenden Methodik.

Eine wahre Ikone unter den mit Textilien und Stoff arbeitenden zeitgenössichen Künstlerinnen ist die Rheinländerin Rosemarie Trockel. Die Beschäftigung mit dem textilen Material als Kennzeichen für Geschlechtsidentität und geschlechtsspezifische Rollenverteilung ist dabei ein wesentlicher Aspekt im Werk Rosemarie Trockels. Wir möchten u.a. der Frage nachgehen, wie Trockel Textilien als Ausdrucksmittel nutzt und damit die mit diesem Medium vermittelten Markierung von Geschlechterrollen umgeht. Legen Trockels Woll-Werke eine eindeutige geschlechtliche Identität fest oder benutzt sie das weiche Material, um die geschlechtlichen Grenzen aufzubrechen oder zu persiflieren?

In unserer Führung verhandeln wir diese Themen und Fragestellungen anhand eines von Trockels ikonischen „Strickbildern“, welche Verbindungen zur Minimal Art bzw. der abstrakten Malerei erkennen lassen, sowie einem Werk mit dem schon sehr markanten Titel: „Jede Köchin muss den Staat regieren“ von 1987.

 

KUNST+ KIND bietet jungen Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr die Gelegenheit an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat um 11:00 Uhr den Babyalltag für 45 Minuten hinter sich zu lassen! In themenbezogenen Museumsführungen stellen Kunstkenner abwechselnd die Highlights des Museum Ludwig und des Wallraf-Richartz-Museums vor. Das Beste daran: Das Baby ist einfach mit dabei! Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich bei einem Kaffee über das Erlebte auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Besonders kunsthungrige Eltern können anschliessend mit ihrem Tagesticket das Museum weiter erkunden.

KUNST+KIND wird gefördert durch die QSC AG!