Delaroche. Herodias und der französische Akademismus

Kunst+Kind. Mit Baby ins Wallraf

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mit Ralf Ingo Kowalski

Selbstsicher und mit leiser Zufriedenheit blickt Herodias über Ihre Schulter und schenkt dem vor ihr aufgebahrten Haupt von Johannes des Täufers nur wenig Beachtung. Es ist diese dämonisch-destruktiven Frauengestalt aus der Bibel, die Künstler über Jahrhunderte hinweg zur Darstellung reizte, bevor sie dann gegen Ende des 19. Jahrhundert zur „femme fatale“ stilisiert wurde.

Ihre Geschichte fasziniert bis heute, ebenso wie das Gemälde „Herodias mit dem Haupt Johannes’ des Täufers“ von Paul Hippolyte Delaroche, das von höchster Kunstfertigkeit des französischen Akademismus zeugt.

 

KUNST+ KIND bietet jungen Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr die Gelegenheit an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat um 11:00 Uhr den Babyalltag für 45 Minuten hinter sich zu lassen! In themenbezogenen Museumsführungen stellen Kunstkenner abwechselnd die Highlights des Museum Ludwig und des Wallraf-Richartz-Museums vor. Das Beste daran: Das Baby ist einfach mit dabei! Im Anschluss besteht die Möglichkeit sich bei einem Kaffee über das Erlebte auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Besonders kunsthungrige Eltern können anschliessend mit ihrem Tagesticket das Museum weiter erkunden.

KUNST+KIND wird gefördert durch die QSC AG!

 

Bild: Detail: Paul Hippolyte Delaroche (Paris 1797 – 1856 Paris): Herodias mit dem Haupt Johannes des Täufers, 1843. Öl auf Leinwand, 129 x 98 cm. Erworben 1890 als Geschenk des Museumsvereins. WRM 1093. Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln